Grundlagen Schall

Grundlagen:

Grundsätzlich unterscheiden wir beim Thema Schallschutz zwischen
- dem Trittschall, der vom Boden oder der Decke über die Trägerkonstruktion weitergeleitet wird,
- dem Körperschall, der von Maschinen oder anderen Schallquellen ausgeht und
- dem Luftschall, welcher über die Luft übertragen wird.

Trittschall

Eine Trittschalldämmung ist zwischen Wohnungen, in Einfamilienhäusern und Aufstockungen von besonderer Bedeutung. Um die Lärmbelästigung zu reduzieren, ist es wichtig, die Schwingung der Rohdecke, die durch die Nutzung entsteht, soweit wie möglich von den angrenzenden Bauteilen zu entkoppeln.

Körperschall

Unter Körperschall versteht man Schwingungen und Wellen in Festkörpern, also zum Beispiel in Platten, Wänden, etc. Körperschall kann sich durch bautechnische Mängel wie z.B. sogenannte Schallbrücken von einem Bauteil zum nächsten übertragen und so im ganzen Gebäude verbreiten. Ebenso sind haustechnische Anlagen häufig der Grund von Lärmbelästigungen in Gebäuden.

Luftschall

Das Themenfeld Luftschall gliedert sich in
- Immissionslärm verursacht durch den Straßenbetrieb, Garagen, etc. und
- dem übertragenen Lärm aus anderen Wohnungen oder Nachbarräumen.

Die Auswirkungen des Luftschalls sind grundsätzlich abhängig von der Wandqualität, also vom Bausystem und von der Raumgröße. Beim Immissionslärm spielt auch die Wahl der Fenster und Fensterflächen sowie die Aussentüren eine entscheidende Rolle.

Lärmbelastung

Lärm kann eine Reihe gesundheitlicher Beeinträchtigungen verursachen. Auch schon bei geringer aber lang andauernder bzw. ständiger Belastung muss mit Folgen gerechnet werden.

Dazu zählen:
- Beeinträchtigung der Sprache und Kommunikation
- Schlafstörungen mit allen kurz- und langfristigen Konsequenzen
- Kreislaufbedingte Erkrankungen
- Hormonelle Reaktionen (z.B. Stresshormone) und ihre möglichen Konsequenzen
- Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in der Schule und am Arbeitsplatz
- Beeinträchtigung im sozialen Verhalten (z.B. Aggressivität, Hilflosigkeit, etc.)
- Belästigung

(Quelle: WHO)

Es werden je nach vorhandener Lärmsituation, Bauweise und Raumart verschiedene Lärmbelastungsklassen benötigt. Der richtig gewählte Lärmschutz in Wohnräumen trägt dazu bei, vom Menschen gesundheitsbeeinträchtigende Geräuschquellen fernzuhalten oder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Wir unterscheiden bei unserem Lärmfressersytem zwischen der Lärmbelastungsklasse 1: für geringe und mittlere Lärmbelastung bis 60 dB und der Lärmbelastungsklasse 2: für starke Lärmbelastung ab 60 dB.